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Über Samoa START Oceania Pago-Pago

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Ihr Reise - Spezialist in Samoa

Samoa - die Perle Polynesiens

Samoa ist einzigartig unter den Ländern des Südpazifik. Die Vielfalt der Natur und Landschaft, aber auch die ursprüngliche und trotzdem zugleich moderne Lebensart seiner Menschen ermöglichen Reiseerfahrungen ganz besonderer Art.

Reiseinformation: Flüge

Direkte Flugverbindungen mit Samoa gibt es von und nach:
- Auckland (Neuseeland)
- Sydney (Australien)
- Honolulu (Hawaii / USA) über Pago
- Los Angeles (Kalifornien / USA)
- Nadi (Fidschi)
- Tonga
- Pago-Pago (Amerikanisch-Samoa)
Der internationale Flughafen Faleolo (APW) liegt 35 Kilometer von Zentral-Apia entfernt.
Die Abfluggebühr für internationale Flüge beträgt 40 Samoanische Tala (etwa 13 EURO), nur für Passagiere über 12 Jahre. 

Die Samoa-Inseln liegen zwischen 13 und 14 Grad südlicher Breite, 173 Grad westlicher Länge, direkt an der Internationalen Datumslinie. Samoa war als letztes Land an der Reihe, das neue Jahrtausend zu begrüßen, in den Nachbarländern Tonga und Fidschi war bereits der nächste Tag angebrochen. Die Inselgruppe besteht aus drei Hauptinseln, Savaii und Upolu im Westen ("Unabhängiger Staat von Samoa", früher "West-Samoa" genannt) und Tutuila im Osten (Amerikanisch-Samoa). Die kleinen Inseln Manono und Apolima im unabhängigen Samoa sowie Aunuu, direkt neben Tutuila gelegen und die Manua-Inseln in Amerikanisch -  Samoa sind ebenfalls bewohnt.
Das Klima in Samoa ist tropisch mit einer Regenzeit etwa von Oktober bis April, der Trockenzeit zwischen Mai und September. Der Unterschied zwischen den "Jahreszeiten" ist allerdings gering - immer liegen die Temperaturen am Mittag um 30 Grad, in der Nacht bei 24 Grad in der Regenzeit (Sommer) und 21 Grad in der Trockenzeit (Winter).
Regenfälle gibt es fast jeden Tag, selten aber länger als ein paar Stunden, in der Trockenzeit nur als gelegentliche Schauer. Es herrscht ausgesprochenes Mikroklima, ein paar Kilometer weiter, gar auf der anderen Inselseite, kann schon ganz anderes Wetter sein.

Reiseinformation: Kleidung

In Samoa hält man sich eher bedeckt, wegen der Sonne, aber auch wegen der örtlichen Sitten und Kultur. Was immer Sie vom Paradies gehört haben mögen - in Samoa sind nackte Tatsachen unerwünscht.
Leichte Sommerkleidung ist das Richtige für nahezu alle Gelegenheiten. Außerhalb der Stadt sind die Regeln noch stenger, vor allem für die Frauen.
Am Strand und auch am Hotelpool gibt es absolut keine Chance für Oben-Ohne (für Frauen) oder gar für "ganz ohne" (FKK), auch nicht beim Sonnenbad.


Mangroven

Das warme und feuchte Klima führt zu einer dichten Vegetation überall auf den Inseln, auch an den steilsten Berghängen und bis auf die höchsten Gipfel. Überall wuchern Bäume und Farne, Buschwerk, Gras und Blumen im Überfluß. Saat und Ernte ist das ganze Jahr über.
Die einheimische Tierwelt Samoas beschränkt sich im Wesentlichen auf lnsekten und Vögel - alles, was den weiten Weg über den Ozean allein geschafft hat. Das größte einheimische Wildtier ist der  "Fliegende Fuchs", ein vegetarisch lebender Flughund, verwandt mit den Fledermäusen, mit immerhin einem Meter Flügelspannweite. Außer einigen Rattenarten sind alle Säugetiere Samoas von Menschen eingeführt - Hunde, Katzen, Schweine, Rinder und Ziegen. Die einzigen Reptilien sind kleine Geckos, unentbehrliche Verbündete im Kampf gegen Fliegen und Mücken. Und im samoanischen Südseeparadies gibt es keine Schlangen (Äpfel aber auch nur im Laden).


Mini-Schweine, keine Riesen-Hühner

Reiseinformation: Fischmarkt

Besuchen Sie den Fischmarkt, schräg gegenüber vom Hotel Kitano Tusitala am Anfang der Halbinsel Mulinuu in Sogi/Apia. Zwischen 8.00 und 11.00 Uhr am Morgen ist die beste Zeit dafür. Kleine und große Fische, einschließlich kleiner Haie und Tintenfische werden zum Kauf angeboten.

Erheblich vielfältiger ist dagegen die Meeresfauna. Dicht an großen Wassertiefen gelegen (Tonga-Graben), ist Samoa ein beliebtes Ziel für Sportangler aus aller Welt. Fischerei ist der am schnellsten wachsende Teil der samaonischen Wirtschaft, verschiedene Thunfischarten werden in Konservenfabriken im benachbarten Amerikanisch-Samoa verarbeitet, aber auch frisch per Luftfracht nach Japan versandt.
Die ersten Samoaner kamen von Westen, wahrscheinlich von den Phillippinen, über den weiten Ozean, als Teil der Austronesischen Wanderung. Die samoanische Sprache ist, wie alle polynesischen Sprachen, eng verwandt mit phillippinischen, indonesischen und malayischen Sprachen. Der Ursprung der austronesischen Sprachen, zu denen übrigens auch die Ursprache Madagaskars gehört, liegt auf der Insel Formosa (Taiwan). Die Samoa-Inseln wurden um 1500 bis 1000 v.Chr. besiedelt, archäologische Funde werden in zunehmendem Maße auch in Samoa gemacht.

Reiseinformation: Sprache

Samoanisch ist auch heute die allgemeine Umgangssprache in Samoa. Englisch wird zwar von den meisten Leuten verstanden, aber seltener gesprochen, besonders in den Dörfern außerhalb Apias. Innerhalb der Verwaltung und im Geschäftsleben, besonders den Reise orientierten Branchen, ist die englische Sprache aber weit verbreitet. Andere Sprachen, wie Französisch oder Spanisch, sind völlig ungebräuchlich, ebenso Deutsch.


Erste Begegnungen

Roggeveen, ein holländischer Entdecker, war 1722 der erste Europäer, der die Samoa-Inseln sichtete. Andere Entdecker folgten und um 1830 begann die systematische Missionierung Samoas mit der Ankunft der ersten englischen Missionare. Sie hatten eine tiefe Wirkung auf die samoanische Gesellschaft und Kultur; innerhalb von zehn Jahren war das ganze Land christianisiert und samoanische Missionare gingen selbst in die Nachbarländer des Südpazifik.
Bis heute ist das Christentum ein prägender Faktor auch im Alltagsleben der Samoaner und selbstverständlicher Bestandteil der samoanischen Kultur, des Faa Samoa. Nicht so sehr in Apia, der modern ausgerichteten Hauptstadt, aber überall sonst im Land, sind diese beiden Elemente, Glaube und Tradition, bestimmend für jeden Samoaner. In jedem Dorf gibt es mehrere Kirchen, gut besucht auch. Und jedes Dorf hat sein Fono, den Dorfrat, die Versammlung der Familienoberhäupter des Dorfes. Matai genannt, entscheiden sie in allen Angelegenheiten der Familie, sind verantwortlich für das  Wohlergehen aller Familienmitglieder, die dafür ihrem Matai Respekt und Gehorsam schulden.


Samaonischer Sprecher-Matai

Reiseinformation: Dorfprotokoll

Niemand erwartet von einem ausländischem Besucher, alle Regeln guten Benehmens im samoanischen Dorf zu kennen. Ein paar wesentliche Regeln zu wissen, mag jedoch hilfreich sein, zeigt den Respekt des Gastes vor den Sitten des Landes, was sehr positiv aufgenommen wird.
- Kleiden Sie sich sittsam und vermeiden Sie bitte jedes Schimpfwort, auch deutsche, vor allem aber samoanische.

- Die laute Stimme gilt als sehr unhöflich. Sprechen Sie bitte IMMER eher leise.
- Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie fotografieren und Häuser oder Grundstücke betreten.
- Halten Sie die abendliche Ausgangssperre ein, etwa um 18.30 Uhr, wenn die Familien ihr Abendgebet halten.
- Kein Sightseeing oder Besuche in Dörfern am Sonntag, höchstens auf Einladung.
- Ziehen Sie Ihre Schuhe aus, wenn Sie ein Haus betreten, setzen Sie sich sofort hin und sprechen Sie erst, wenn Sie sitzen
.
- Sitzen Sie am Boden im Schneidersitz; wenn Ihnen das zu unbequem wird, strecken Sie Ihre Beine nach hinten aus oder bedecken Sie sie mit einem Tuch oder einer Matte. Nie die Fußsohlen jemandem zuwenden.
- Gehen Sie nicht (oder nur auf Einladung) in die Nähe eines Versammlungshauses, wenn der Dorfrat tagt.
- Geben Sie Kindern NIEMALS Geld, auch wenn diese darum bitten.

Die meisten Angelegenheiten des Dorfes werden auch heute noch allein vom Dorfrat entschieden. Das betrifft die im Dorf erlaubte Haartracht ebenso wie das Verbot von einzelnen Fernsehsendungen und Alkohol oder die Öffnungszeiten des Dorfladens. Täuschen Sie sich nicht, Samoa ist keine Demokratie, auch wenn es in Apia ein nach geheimem, allgemeinen Wahlrecht gewähltes Parlament gibt (49 Mitglieder, alle Matais), eine gewählte Regierung unter Führung des Premierministers und eine unabhängige und sehr effektive Justiz, nach auf Samoa angepassten englischen und neuseeländischen Gesetzen. All dies hat mit dem Leben des normalen Samoaners kaum etwas zu tun, vor allem in den Dörfern. Dort herrscht, wie es ein Besucher treffend formulierte, nicht das Gesetz, aber allemal Ordnung, nach dem Willen und den Entscheidungen der Matais.


Samoanisches Versammlungshaus

Das war auch in der Kolonialzeit nicht anders, die, wie fast überall in der Dritten Welt, der Missionierung folgte. Nach einigem Hin und Her, auch kriegerischem Geplänkel, teilten die Großmächte der damaligen Zeit den Südpazifik unter sich auf. England blieb unangefochten Herr über die Fidschi- Inseln und Tonga, die USA bekamen die samoanische Insel Tutuila mit dem sicheren Hafen Pago-Pago als Nachschubbasis. Der westliche Teil Samoas ging an Deutschland. Doch nur für 14 Jahre, mit Beginn des 1.Weltkriegs übernahm Neuseeland die Herrschaft, als Vetreterin Großbritanniens, und behielt sie auch später unter Mandaten des Völkerbundes und der UNO. 1962 wurde Samoa wieder unabhängig, als erstes Land im Südpazifik. Reiseinformation:
Koloniale Vergangenheit

Kaum etwas ist noch zu sehen aus der kolonialen Vergangenheit Samoas und die Samoaner geben sich auch keine Mühe, diese kurze,  ihnen eher etwas peinliche Episode samoanischer Geschichte am Leben zu erhalten. An der Beach Road in Apia steht allerdings noch ein relativ gut erhaltenes Haus, das Gerichtsgebäude, früher der Amtssitz des deutschen und neuseeländischen Gouverneurs, später auch der samoanischen Regierung. Die Polizeistation, gleich dahinter, ist auch noch aus deutscher Zeit und ein Stück weiter die Straße hoch liegt der alte Friedhof mit Gras überwucherten Grabsteinen mit vielen deutschen Namen. Die Halbinsel Mulinuu schliesslich birgt weitere Zeugnisse kolonialer Vergangenheit, Gräber und Gedenksteine.

Reiseinformation: Business

Allgemeine Geschäftszeiten sind von 8.00 bis 16.30 Uhr (Montag bis Freitag), 8.00 bis 12.00 Uhr am Samstag. Post und Banken öffnen von 9.00 bis 16.00 Uhr (Bank 15.00 Uhr), nur Montag bis Freitag. Lebensmittelgeschäfte sind manchmal schon ab 5.00 Uhr am Morgen geöffnet und schließen oft  erst gegen 20.00 Uhr.
Geldwechsel an den Flughäfen, wenn Flüge sind, in Banken, Wechselstuben und Hotels. Kreditkarten und Reiseschecks werden in Hotels, gehobeneren Restaurants und Geschäften sowie von den Autovermietungen akzeptiert, nicht an Tankstellen und auch sonst nirgendwo. Neuseeländische, australische und US-Dollars werden manchmal als Bargeld angenommen, andere Währungen ausschliesslich bei der Bank. Der EURO ist, ebenso wie bisher die D-Mark, als Bargeld unbekannt. Den besten Umtauschkurs gibt es dennoch auf EURO-Reiseschecks, bei der Bank.

Die Kolonialzeit ist lange her, aber sie brachte dem Land immerhin ein wohl eingeführtes Kataster und Grundbuch, ebenso ein Personenstandsregister - wie sonst hätte man die von den Kolonialherren erhobene Kopfsteuer veranlagen können ... Die Plantagen aus der Kolonialzeit wurden enteignet und gingen in Staatsbesitz über, sind heute ein wichtiger Faktor in der wirtschaftlichen Entwicklung, als Industriegelände, für öffentliche Bauten und als Bauland, parzelliert und erschlossen für privaten Grundbesitz, traditionell unbekannt in Samoa. Die Kolonialzeit brachte aber auch Wohlstand für einige europäisch-samoanische Familien, ebenso wie für die Nachkommen chinesischer Kulis, die von den Deutschen als Arbeitskräfte ins Land geholt worden waren, nachdem die Samoaner sich beharrlich weigerten, auf den Plantagen der weißen Herren zu arbeiten. Auch heute noch sind Namen deutschen, englischen und chinesischen Ursprungs weit verbreitet im samoanischen Geschäftsleben.
All' dieses bedeutete allerdings nur wenig für den normalen Samoaner in seinem Dorf. Die koloniale Macht erreichte nur selten das Dorf, beschränkte sich fast ausschließlich auf Apia und seine Umgebung sowie ein paar Plantagen an der Süd- und Westküste. In vieler Hinsicht reicht auch die Macht der heutigen samoanischen Regierung nicht viel weiter als damals.
Schon 1903, nur wenige Jahre nach Beginn der deutschen Kolonialherrschaft, etablierte sich eine samoanische Widerstandsbewegung, die Mau. "Samoa den Samoanern" war ihr Motto und völlig gewaltlos ihr Vorgehen. Ziviler Ungehorsam, dazu eine endlose Kette von scheinbaren Mißverständnissen und immer neuen Komplikationen machten es nahezu unmöglich, die Anordnungen der Kolonialverwaltung in den Alltag der Dörfer umzusetzen. Daran änderten auch die von den Deutchen eingesetzten Dorfschulzen nichts, die Pulenuu. Sie verkündeten, was die Verwaltung angeordnet hatte und der Dorfrat entschied dann, ob man sich dran halten wollte. So blieb die koloniale Macht eher klein und die Macht der traditionellen Führer nahezu unangefochten.

Reiseinformation: Lepea

Versäumen Sie nicht, einen Blick nach Lepea zu werfen, gleich ausserhalb Apias an der Straße zum Flughafen Faleolo. Lepea pflegt einen großen, traditionellen Dorfplatz, umrahmt von runden Häusern nach ganz alter samoansicher Bauart. Abgesehen von den Dächern aus Wellblech - so sahen samoanische Dörfer zur Zeit der Entdecker aus. Gewohnt wird auch in Lepea, allerdings in den Häusern dahinter.
Der Dorfplatz ist Ort vieler sportlicher und kultureller Veranstaltungen.


Lepea

Reiseinformation: Autoverkehr

Samoanische Hauotstraßen sind in recht gutem Zustand, voll asphaltiert, auf beiden Hauptinseln (Manono und Apolima haben keine Straßen und Autos). Nach stärkeren Regenfällen gibt es manchmal sehr tiefe Schlaglöcher. Die meisten anderen Straßen sind geschottert, Vierradantrieb ist aber nur auf sehr wenigen Berg- oder Plantagenstraßen erforderlich.
Fahren Sie immer aufmerksam und defensiv, besonders in der Nacht, auf der Hut vor Schweinen, Rindern und Hunden auf der Straße, ebenso unbeleuchteten Fahrzeugen oder Leuten, die mitten auf der Straße sitzen und schwatzen oder herumlaufen.
Vertrauen Sie nicht auf die Fahrkünste anderer Fahrer oder die Verkehrssicherheit ihrer Fahrzeuge, besonders, was Bremslichter an LKWs oder Blinker anbelangt. Die Höchstgeschwindigkeit ist 40 km/h in Apia und 55 km/h ÜBERALL sonst. Das reicht auch, weniger wegen Kontrollen, aber bestimmt im Interesse der eigenen Sicherheit.

Vergleichsweise mehr Wirkung auf das Leben in Samoa hatte dagegen die Stationierung amerikanischer Truppen in den Jahren 1942/43. Sie sollten die Inseln vor einer japanischen Invasion schützen, bauten in kurzer Zeit das auch heute noch existierende  Straßennetz und andere wichtige Infrastruktur, die es die ganze Zeit der Kolonialherrschaft nicht gegeben hatte.
Dies gab der samoanischen Wirtschaft den ersten Auftrieb, die berühmte Aggie Grey eröffnete eine Hamburger-Braterei mit mehr als 3.000 Stück am Tag, heiratete den amerikanischen Befehlshaber vor Ort und eröffnete, inzwischen Witwe, das nach ihr benannte, damals einzige, Hotel - auch heute noch im Familienbesitz.
Seit damals fährt man in Samoa auch auf der rechten Straßenseite, als einzige Kolonie im ganzen Empire, denn als die Amerikaner gingen, ließen sie ihre Fahrzeuge zurück.
Japanische Macht erreichte Samoa dann später erst - Yazaki Samoa Ltd., Zweigwerk eines japanischen Herstellers von Autoteilen, ist der größte industrielle Arbeitgeber Samoas mit mehr als 3.000 Beschäftigten.
Etwa 200.000 Menschen leben in Samoa, 95% von ihnen sind polynesische Samoaner, 3% kommen von anderen Inseln der Region, etwas 2% sind Weiße.
Rund 60.000 Menschen leben im Großraum Apia, alle anderen in Dörfern, 50.000 davon in Savaii. Nahezu alle Samoaner sind Christen, etwa zwei Drittel gehören der Christlichen Vereinigungskirche Samoas an, einer protestantischen Kirche, früher bekannt als die "London Missionary Society", deren Missionar, John Williams, 1830 nach Samoa kam. Neben  20% Katholiken, gibt es noch zahlreiche Methodisten, Mormonen und Adventisten in Samoa, insgesamt mehr als 100 verschiedene christliche Kirchen und Sekten.


John Williams Memorial Church, Savaii


Samoanische Schulkinder

Samoa hat die "jüngste" Bevölkerung der Welt, mehr als die Hälfte der 200.000 Einwohner ist unter 20 Jahre alt. Das Bevölkerungswaschtim liegt bei 2,3% pro Jahr - im Durchschnitt hat eine samoanische Frau heute fünf Kinder (früher acht). Weniger als 5% der Samoaner sind über 60 Jahre alt - hoch respektiert und integriert in den Familien.
Noch einmal rund 200.000 Samoaner leben außerhalb des Landes, vor allem in Neuseeland, Australien, Hawaii und Kalifornien. Bessere wirtschaftliche Möglichkeiten ließen sie, vor allem in den 1980er Jahren, ihre Heimat verlassen. Der ungebrochen starke finanzielle Rückhalt durch die Samoaner im Ausland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor nicht nur für die Familien, sondern für das ganze Land.
Auch wenn die Handelsbilanz Samoas sehr negativ ist - die Zahlungsbilanz ist es nicht, bedingt durch die Familien im Ausland und durch anhaltend großzügige Entwicklungshilfe ausländischer Regierungen und Organisationen. Für Samoa gibt man gerne, bei den stabilen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen ist das kein Wunder. Seit mehr als zehn Jahren erfreut man sich in Samoa eines stabilen Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent pro Jahr, bei einer Inflationsrate von etwa einem Prozent.


ANZ-Bank, Beach Road, Apia

Reiseinformation: Preise

1 Samoanischer Tala (SAT)
= etwa 0.30 EURO, 0.40 US$.
Preise für im normalen Angebot (Jahr  2007) sind in etwa:
- Brot SAT 1.30 
- Milch (1 Liter) SAT 3.60
- Papaya, ganze Frucht 1.00
- Apfel (NZ), SAT 1.50
- Bier, lokales "Vailima", 0.33 l SAT 3.50 (Laden) bis SAT 5 (Bar), SAT 10 (Resort).

All' dies beeinflusst nicht unbedingt das Leben des normalen Werktätigen im Lande - der Mindestlohn liegt bei etwa 0.50 EUR pro Stunde, nicht zu reden von den vielen jungen Leuten auf den Familien- und Dorfplantagen, die normalerweise überhaupt nicht bezahlt werden. Aber die wirtschaftliche Blüte Samoas erlaubte eine gut entwickelt Infrastruktur - in den letzten zwanzig Jahren wurde das Straßennetz, Elektrizität, Wasserversorgung und Telefonnetz beständig ausgebaut und erreicht heute auch das entlegenste Dorf im Lande. Bildungs- und Gesundheitswesen werden folgen müssen - da ist noch Einiges zu tun. 
Unterstützung aus Übersee, aber auch von dort heim kehrende Samoaner, mit Ausbildung, Erfahrung und etwas Kapital, sind die Antriebskräfte einer sich rapide entwickelnden Privatwirtschaft. Ein samoanischer Mittelstand entwickelt sich, der sich auf immer besser werdende  Arbeitseinkommen und Geschäftserträge stützt, nicht mehr auf das Familienland und ererbten Wohlstand aus der Kolonialzeit. Innerhalb der letzten fünf Jahre vervielfachte sich die Zahl der Läden und Dienstleistungsunternehmen im Lande, entwickelte sich das Angebot auf internationalen Standard.
Die allgegenwärtige Nutzung des Handys und die verstopften Straßen Apias zur Hauptverkehrszeit sind nur die Spitze des Eisbergs - zugegeben, ein etwas gewagtes Bild in der tropischen Hitze.
Internet und E-Mail werden gewohnte Medien der Kommunikation im Geschäfts- und Privatleben, Computerkenntnisse sind inzwischen auch in Samoa unentbehrliche Voraussetzungen für einen Erfolg im Berufsleben.
Reiseinformation:
Internet and E-Mail

Drei etablierte Internet-Provider gibt es im kleinen Samoa, die sich eine leider nur sehr schmale Bandbreite an Satelliten-Link teilen müssen.
Einer von ihnen, CSL, hat sein  Internet - Cafe mitten in Apia, gegenüber McDonald's, 8.00 bis 16.30 (Monday bis Freitag), 8.00 bis 12.00 Uhr am Samstag. Kleiner, aber noch angenehmer, ist ein echtes Cafe, das Cappuchino Vineyard, 9.00 bis 22.00 Uhr geöffnet (außer Sonntag), wo es ausgezeichneten Kaffee gibt und man sogar draußen sitzen kann, im einzigen Straßencafe Samoas. Es liegt in der einzigen Fußgängerzone, 80 Meter lang, neben dem futuristischen ACB-Gebäude (National Bank im Erdgeschoss), Apia Beach Road.


CSL-Internet-Cafe, Central Apia

Reiseinformation: Sicherheit

Seien Sie so vorsichtig wie von zu Hause gewohnt, wenn es um Wertsachen geht. Persönliche Sicherheit ist sehr hoch, es gibt keine Raubüberfälle in Samoa, nicht einmal Taschendiebe. Vermeiden Sie laute Worte und alle Streitigkeiten, vor allem keine herab setzenden Bemerkungen über Samoa oder die Samoaner. Dies gilt besonders in den Bars und Tanzlokalen - Alkohol mindert die Manieren, auch die Hemmschwelle zur körperlichen Auseinandersetzung. Vermeiden Sie Küssen in der Öffentlichkeit, gar weiter gehende Berührung, auch am Strand. In Samoa ist dies, ebenso wie Oben-Ohne oder gar FKK, höchst unbeliebt und falls es dann Ärger gibt, hilft Ihnen niemand, auch nicht die Polizei und die Behörden. Beobachten Sie die jungen Pärchen in Samoa - die halten nicht einmal Händchen.
Ganz wichtig: Vorsicht vor streunenden Hunden. Hunde nicht anlocken, nicht streicheln, nicht anfassen. Und vor allem: nicht füttern!

Samoa ist auf dem Weg in eine moderne Gesellschaft auf Weltniveau. Trotzdem hat es sich viel von seinen Traditionen und seiner unverwechselbaren Kultur bewahrt. Samoaner sind ungeheuer stolz auf ihr Land und ihre Kultur, haben nie den Fehler begangen, die westliche Kultur für grundsätzlich überlegen oder besser zu halten. Und so schaffen sie es auch heute, trotz Handy und Internet, nicht von den fremden Einflüssen überwältigt zu werden, ganz anders als in vielen anderen Ländern des Pazifik.

Die Gegensätze sind teilweise ungeheuer, beispielsweise zwischen dem Leben eines jungen Mannes in der Stadt, nach neuester Mode gekleidet, die neuesten internationalen Hits auf den Lippen und dem Alltag seines Cousins im Dorf, immer beschäftigt, den Anordnungen des Matais zu folgen, ohne eigenes Geld, ohne wenigstens ein eigenes Radio oder eine Uhr. Trotzdem gibt es nahezu keine soziale Spannungen, auch weniger Kriminalität als anderswo. Die einzige Gefahr sind wirklich nur  streunende Hunde.

Samoa hält bemerkenswert Balance zwischen Tradition und Moderne. Man nimmt fremde Einflüsse auf, wie seinerzeit das Christentum, aber man verändert sie, oft kaum sichtbar, passt sie an samoanische Werte und Normen an. Die Zeiten ändern sich, auch in Samoa. Aber - wenigstens bislang - ist es Samoa gelungen, ein immer moderneres, offeneres Land zu werden - und trotzdem Samoa zu bleiben, ganz eindeutig und unverwechselbar.

Autor: Werner Kappus, Apia (www.samoa-info.de)
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